Was ist COPD?

Hinter der Abkürzung COPD verbirgt sich der englische Begriff "Chronic Obstructive Pulmonary Disease", auf Deutsch: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. COPD wird als Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem verwendet.

Das Schlüsselwort ist dabei der Begriff "obstruktiv", der besagt, dass die Bronchien dauerhaft verengt sind. Diese Verengung führt zur Atemnot, dem wichtigsten Symptom der COPD.

Die Verengung der Bronchien wird durch ein unheilvolles Trio verursacht:

  • Eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)

  • Ein Anschwellen der Schleimhaut in den Bronchien (ödem)

  • Eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion (Hyperkrinie) aufgrund einer dauerhaften Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis)

Ohne eine konsequente Behandlung können im weiteren Verlauf auch die Lungenbläschen in Mitleidenschaft gezogen und schliesslich zerstört werden:

  • Es kommt zu einer krankhaften überblähung der Lunge, d.h. es ist zuviel Luft in der Lunge vorhanden.

  • Diese kann zu einem so genannten Lungenemphysem führen.

  • Die Lunge sieht dann nicht mehr aus wie eine Rebe mit Trauben, sondern wie ein großer Ballon.

  • Eine normale Atmung ist damit nicht mehr möglich, und der Patient leidet unter Atemnot.

Amyotrophische Lateralsklerose (ALS)

Die Amyotrophische Lateralsklerose (auch: Amyotrophe Lateralsklerose, ALS) ist eine rasch voranschreitende, degenerative Erkrankung des Zentralnervensystems weitgehend unbekannter Ursache. Man unterscheidet eine sporadische, eine familiäre und eine endemische Form.

Symptome der Erkrankung, wie Kraftlosigkeit und Bewegungseinschränkung, entstehen durch eine Degeneration motorischer Nervenzellen im Rückenmark und den Hirnnerven. Die Wahrnehmung der Erkrankten, ihr Bewusstsein und ihre intellektuellen Fähigkeiten werden nicht beeinträchtigt. Die Diagnose wird durch typische Befunde bei der neurologischen Untersuchung gestellt.

Die Amyotrophische Lateralsklerose ist eine unheilbare Erkrankung, deren Symptome durch Medikamente vorübergehend gebessert werden können. Die Erkrankung führt nach mehrjährigem Verlauf in der Regel zum Tod.

Definition der Querschnittlähmung

Eine Querschnittlähmung bedeutet eine Lähmung an den unteren und oberen Extremitäten und am Rumpf durch eine erworbene Schädigung des Rückenmarks.

Paraplegie

Mit Paraplegie bezeichnet man eine Lähmung nach Schädigung des Rückenmarks im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule. Hier ist, je nach geschädigtem obersten Segment, die Muskulatur des Rumpfes und der unteren Gliedmassen sowie des Vegetativum und die Sensibilität in diesem Bereich funktionsgestört.

Komplette Paraplegie: Unterhalb des Lähmungsniveaus keine motorischen und sensiblen Funktionen, die vegetativen Funktionen sind gestört.

Inkomplette Paraplegie: Kein einheitliches Lähmungsbild, unterschiedliche neurologische Befunde je nach Ausmass und Lokalisation der Schädigung. Neurologische Funktionen können auch unterhalb des Lähmungsniveaus vorhanden sein.

Tetraplegie

Eine Tetraplegie ist die Lähmung nach Schädigung des Rückenmarks (C1 & Th2) im Bereich der Halswirbelsäule. Hier ist die Muskulatur der Arme, des Rumpfes und der unteren Gliedmassen sowie die Sensibilität in diesem Bereich funktionsgestört. Ebenso ist das Vegetativum betroffen.

Komplett & inkomplett: Wie bei der Paraplegie unterscheidet man bei einer Tetraplegie zwischen komplett und inkomplett.

Bezeichnung der Höhe

Eine Lähmungshöhe wird immer mit dem letzten intakten Segment angegeben, d. h. eine komplette Tetraplegie unterhalb C 6 (Cervical 6) bedeutet, dass der 6. Spinalnerv der letzte intakte Nerv aus dem Rückenmark ist.

Muskeldystrophie

Eine Muskeldystrophie ist eine erblich bedingte Muskelerkrankung, die zu einem fortschreitenden Schwund des Muskelgewebes führt. Dabei ist das Protein Dystrophin entweder gar nicht oder nicht in ausreichendem Masse vorhanden. Die Muskelschwäche nimmt stetig zu und betrifft bevorzugt bestimmte Körperregionen. Die Muskeldystrophie ist meistens symmetrisch ausgebildet. Es sind mehr als 30 verschiedene Formen der Muskeldystrophie bekannt. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Vererbungsart, der betroffenen Körperregionen, des Erkrankungsalters und des Verlaufs

Zu den beiden wichtigsten Formen zählen die Typen Duchenne und Becker-Kiener. Beiden Formen gemeinsam ist die x-chromosomal-rezessive Vererbung.

Apoplex

Ein Schlaganfall (Apoplex) ist eine plötzliche Unterbrechung der Gehirndurchblutung (Ischämie) oder eine Blutung im Gehirn, wobei eine umschriebene Stelle betroffen ist. Die Nervenzellen in den entsprechenden Gebieten werden dabei beschädigt oder gehen sogar zugrunde. Leicht beschädigte Zellen können sich teilweise wieder regenerieren, abgestorbene können nicht wieder ersetzt werden.

Häufigkeit:Schlaganfälle sind zusammen mit Herz- und Krebserkrankungen die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Vor allem Menschen über 65 Jahren sind betroffen: Im Alter von 55 bis 64 Jahren erleiden etwa 300 von 100.000 Menschen einen Apoplex, und im Alter von 65 bis 74 sind es 800 von 100.000 Personen. Die Folgen von Schlaganfällen gehören zu den häufigsten Gründen für Behinderung und Pflegebedürftigkeit im Alter.

Wachkoma

Das Wachkoma beruht auf einer schweren Schädigung des Grosshirns. Es kommt zu einem funktionellen Ausfall des gesamten Grosshirns oder wesentlicher Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch resultiert - im Gegensatz zum Koma - ein Zustand der Wachheit ohne Bewusstsein und mit extrem reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten.

1994 wurden durch die Multi-Society-Task-Force on PVS diagnostische Kriterien für das Wachkoma definiert:

  • vollständiger Verlust von Bewusstsein über sich selbst oder die Umwelt und die Fähigkeit zu kommunizieren,

  • Verlust der Fähigkeit zu willkürlichen oder sinnvollen Verhaltensänderungen infolge externer Stimulation

  • Verlust von Sprachverständnis und die Sprachproduktion Blasen- und Darminkontinenz

  • Aufhebung des Schlaf-/Wachrhythmus

  • weitgehend erhaltene Hirnstamm-, spinale, hypothalamische und autonome Reflexe

  • Blasen- und Darminkontinenz

Port

Port (engl. Anschluss, Schnittstelle): subkutan implantiertes kleines Metall-Gehäuse mit Membran und Gefässanschluss zur Durchführung der Infusions-Chemotherapie und häufiger Blutabnahme. Die Implantation ( Einpflanzung) eines Ports erfolgt unter Lokalanästhesie ( örtliche Betäubung) bzw. Allgemeinnarkose. Empfohlene venöse Implantationsstellen für den Katheter sind die Vena cephalica, die Vena subclavia oder die Vena jugularis interna und externa.

Der Port besteht aus der Portkammer, der Portbasis, dem Auslassröhrchen und dem Septum (oder der Membran) aus Silikon. Die Kammer oder das Gehäuse besteht entweder aus dem Metall, Titan" oder aus einem Kunststoff-Mantel, in die eine Kammer aus Titan eingebaut ist. Der Katheter wird mit einem speziellen Verschluss auf dem Auslassröhrchen fixiert.

Indiziert ist ein Port z.B.:

  • -zur Langzeittherapie von Zytostatika

  • -bei Patienten mit schlechten peripheren Venenstatus

  • -zur Infusionstherapie

  • -zur parenteralen Ernährung

PEG

PEG (perkutane-endoskopische Gastronomie) ist das Einlegen einer Ernährungssonde im Rahmen einer ösophago- Gastro- Duodenoskopie durch die Bauchwand

Indiziert ist eine PEG:

  • - bei neurogener Schluckstörung (längerfristig potentiell reversibel, irreversibel)

  • - Tumoren von Hypopharynx, ösophagus etc.

  • - Tumorerkrankungen zur adjuvanten Ernährungstherapie (z.B. bei Strahlentherapie)

  • - Gastrale Dekompression